Markt Mömbris
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Markt Mömbris

Bürgermeister Felix Wissel

Schimborner Str. 6
63776 Mömbris

Telefon (06029) 7050

Telefax (06029) 70559

E-Mail E-Mail:
www.moembris.de

Mömbris ist alt, steinalt sozusagen.

Früheste Funde aus prähistorischer Zeit, etwa 4.000 Jahre vor Christi, der Jungsteinzeit, dokumentieren das heutige Gemeindegebiet Mömbris als uraltes Siedlungsgebiet. In diesem Zeitraum, dem Ende der Eiszeit, wurde es wärmer und die Lebensverhältnisse besserten sich. Der Mensch begann sein Jäger- und Sammlerdasein durch den Ackerbau zu bereichern. Um den Lohn der Arbeit, die Saat auch zu ernten, wurde der Mensch sesshafter und begann kleine Siedlungen zu bilden. Man kannte bereits das Spiel mit dem Feuer und nutzte die verschiedensten Gerätschaften. Steinkeil- beil- ­und Kugelfunde in Hemsbach, Daxberg, Brücken, Fronhofen und Reichenbach sind mögliche Zeitzeugen für erste Behausungen. Weitere Relikte unserer Vorfahren sind im Wald oberhalb von Daxberg und Schimborn, in der dort liegenden Grabhügelgruppe aus der nachfolgenden Bronzezeit, 20. bis 8. Jahrhundert v Chr., zu sehen. Diese Grabhügel wurden bereits vor Jahrzehnten angegraben und durchsucht - für heutige Verhältnisse leider unsachgemäß. Zahlreiche Hügelgräber finden sich ebenfalls am Westrand des Spessarts und im Odenwald. Noch heute sind manche schemenhaft als solche zu erkennen. Am Schanzenkopf bei Hüttelngesäß, in Luftlinie westlich von Hemsbach in Richtung Wasserlos hin, erinnert ein großer keltischer Ringwall an die frühe Kultur der Kelten.

Um die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts, der Römerzeit, dehnte sich dann das römische Weltreich für etwa 200 Jahre bis an den Main hin aus. Das Mömbriser Gebiet lag im Vorfeld des Limes, der sich bei Kahl vom Main aus nach Norden erstreckte. Die nächsten römischen Kastelle befanden sich bei Neuwirtshaus, Großkrotzenburg, Seligenstadt, sowie Stockstadt. 

 

 

Oder ist Mömbris erst 1.000 Jahre alt?

 

Die Frage nach dem Alter von Mömbris und seinen Ortsteilen haben sich viele Historiker gestellt. Exakt lässt sie sich nicht beantworten denn bis zum neunten Jahrhundert liegt die Geschichte des Freigerichts, wozu auch Mömbris mit seinen Ortsteilen gehörte, so ziemlich im Dunkeln. Zumindest wurde zeitgleich mit der Gründung Aschaffenburgs in der Grenzbeschreibung des Aschaffenburger Forstes, ein Ortsteil von Mömbris, Reichenbach, im 10. Jahrhundert erstmals aktenkundig und urkundlich erwähnt. Die Grenzbeschreibung stand im Zusammenhang mit dem Wildbann. Die Hauptnutzung des Forstes bestand in der Treibjagd und wurde unter Mitwirkung der ansässigen Untertanen durchgeführt, was auf eine Besiedlung schließen lässt. Auch wenn die Urkunde nicht exakt datiert werden konnte, nahm der Markt Mömbris die Ersterwähnung zum Anlass, im Jahre 1996 an einem Sonntag dem 7. Januar um 10 Uhr eine 1000-Jahr-Feier und Jubiläumsjahr in der Reichenbacher Kirche festlich einzuläuten. Ein würdevolles Jubiläumsjahr wurde veranstaltet. Nachdenklich, mit Festvorträgen zur geschichtlichen Entwicklung des Marktes. Aber auch freudestrahlend, und feiernd bei wunderbarem Wetter zum traditionsreichen Mömbriser Apfelblütenfest im Mai 1996. Ein Festzug, zusammengesetzt aus über 60 Gruppen, hoch zu Ross und hoch nicht nur auf gelben Wagen, zu Fuß, musizierend, singend, tanzend, zog durch den Markt Mömbris. Die meisten Ortsvereine, Firmen und Institutionen hatten sich Historisches auf ihre Fahnen geschrieben. Bunt, fröhlich und farbenprächtig feierte man gemeinsam 1.000 Jahre gute und schlechte Zeiten.  

 

 

Mömbris gar nicht ritterlich.

Im Jahre 1405 wurden die Burgen Hauenstein, Hüttelngesäß und Womburg auf Befehl von König Rupprecht als "Raubritternester" niedergebrannt. Heute sind davon noch einige Ruinenreste erhalten. Von diesen drei Burgen in nächster Nähe gehört nur die Burg Mömbris, im Volksmund Womburg, direkt zur Marktgemeinde. Die Burgen Hauenstein und Hüttelngesäß liegen an der Gemeindegrenze. Trotz nächster Nähe bildeten die Burgen keine Einheit, sondern standen sich feindlich gegenüber. Dass sie gemeinsam zerstört wurden, war das Ergebnis eines Verrats von König Rupprecht an Erzbischof Johann von Mainz. Als Begründung für die Zerstörung der Mömbriser Burgen wurde angegeben, dass es sich um Raubritterburgen handelte. Streng genommen gab es gar keine Raubritter, vielmehr machten diese von ihrem reichsrechtlich verbrieften Recht der Fehde Gebrauch. Damals gab es noch keinen Schutz des Staates und kann somit als Form der Selbsthilfe entschuldigt werden. Dennoch war auch damals nicht alles Rechtens und so kam es des Öfteren zu Anschlägen auf Hab und Gut, leider auch auf das Leben von durchreisenden Kaufleuten. Die Kriegslust des Feudaladels kann auch als Versuch interpretiert werden, seine sozialökonomischen Schwierigkeiten im standeseigenen Kriegerberuf zu meistern. Der Aufstieg der Städte und die Entwicklung des Geldwesens führten dazu, dass der ritterliche Adel wirtschaftlich deutlich schwächer wurde.

 

 

Mömbris litt.

 

Der Prager Fenstersturz 1618 löste den Dreißigjährigen Krieg aus. Ein dunkles Kapitel der Geschichte begann. Das Gemeindegebiet wurde Durchzugsgebiet, Quartier und Kampfplatz für Kriegsvolk verschiedener Nationalitäten. Dies führte zu einer gewaltigen Abnahme der Bevölkerung. Die Ursache hierfür waren weniger die Kriegshandlungen und Plünderungen, vielmehr waren es die im Gefolge des Krieges auftretenden Seuchen, die zu einer deutlichen Dezimierung der Bevölkerung führten. Am Ende des Krieges waren viele Kahlgrunddörfer nahezu ausgestorben. Die Bevölkerungsverluste veränderten die Kulturlandschaft des Vorspessarts. Infolge der Kriegswirren eroberte der Wald Gebiete zurück, die die Menschen bereits gerodet hatten. Neueste Forschungen belegen sogar, dass es im Spessart am Ende des Dreißigjährigen Krieges eine regelrechte Wolfsplage gab. Am Ende des 17. Jahrhunderts waren die Bevölkerungsverluste wieder nahezu ausgeglichen. Viele zugezogene Familien ließen sich nieder. Das Bevölkerungswachstum im Nordspessart und die von den barocken Kurfürsten betriebenen Hochwildgehege im Südspessart führten dann wieder zum Verschwinden der Wölfe. 

 

 

Die Pest wütete in Mömbris.Pest

Ein Fachwerkkapellchen in Mömbris, am Eingang zur Roten Hohle, das sogenannte Pesthellchen oder im Volksmund "Hellche-Haische" aus dem Jahre 1619, erinnert noch heute an eine der schwersten Zeiten. Zu der großen Not, die nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges überall herrsche, kam 1608 die Pest und vernichtete unzählige Menschenleben. Ganze Dörfer starben aus und verödeten. Im Jahre 1620 lebten in der Pfarrei Mömbris noch 56 Personen, von denen durch die in diesem Jahre wiederum wütende Pest noch elf übrig blieben. 1666 war die Pest abermals von Mainz, Frankfurt und Hanau eingedrungen und hatte weitere große Opfer verlangt.


Mömbris im Hexenwahn.

Hexenwahn In jenen Jahren breiteten sich auch Aberglaube und Magiefurcht immer stärker aus Nachweislich und aktenkundig wurden in-i unteren Kahlgrund viele Frauen und auch mehrere Männer verbrannt. Hauptpunkte der Anklage bildeten neben dem Teufelspakt die angebliche Zauberei an Mensch, Tier und Natur. Als irdische Stellvertreter des Teufels übertrug man den vermeintlichen Hexen und Hexern die Verantwortung für alle jene Krisen und Katastrophen, für die man keine rationale Erklärung fand.


Bedeutsam für die Entwicklung der Hexenprozesse in Deutschland war eine gravierende Änderung im Prozessverfahren der geistlichen Inquisitionstribunale. Man ersetzte die Anklage einfach durch die Denunziation. Man verwendete Hexenproben und die Folter für das Beweisverfahren, die sogenannte hochnotpeinliche Befragung der Hexenkommissare. Gleichzeitig wurde die geistliche Kompetenz auch auf weltliche Gerichte erweitert. Gültiges Recht im 16. und 17. Jh. verlangte den Tod durch Feuer auch für Schadenszauber. Im Extremfall sollte schon bloßer Verdacht zur Verfolgung führen und als Legitimation zur Folteranwendung dienen. 

 

 

Mömbris ist reichlich gesegnet.
 

gesegnet

Im Gebiet der Gemeinde befinden sich zahlreiche katholische Kirchen und Kapellen. Auch Bildstöcke und Wegkreuze sind in allen Ortsteilen präsent und zeigen den starken Gottesglauben, der das Leben unserer Vorfahren bestimmte. Die katholische Prägung des Kahlgrundes hat dazu geführt, dass aus Mömbris viele Priester in den Dienst der Kirche traten. Der bedeutendste war sicherlich der Jesuit Prof. Dr. Ivo Zeiger SJ (1898-1952), nach dem auch das Pfarrzentrum sowie die Mömbriser Hauptschule benannt wurden. Vor dem zweiten Weltkrieg tat er sich auf dem Gebiet des Kirchenrechts als Gelehrter hervor und wurde Rektor des Collegium Germanikums im Vatikan. 1945 beeinflusste er als Sondergesandter des Papstes den Wiederaufbau der Kirche in Deutschland entscheidend mit. Durch großen Mut ausgezeichnet hat sich Pfarrer August Wörner, der sich 1935 gegen den NS-Terror auflehnte und dafür 1936 verhaftet wurde. Als Historiker hat sich später Pater Ludwig Volk J mit dem Verhältnis von Kirche und Staat in der NS-Zeit beschäftigt und einen Namen gemacht. Heute ist Weihbischof Bauer in der Diözese Würzburg, der aus Schimborn stammt der Vertreter der langen Priestertradition von Mömbris. 1997 wurde diese Tradition durch Martin Wissel aus Mömbris fortgesetzt, der in Würzburg zum Priester geweiht wurde und in seiner Heimatgemeinde Mömbris Primiz feierte.

Das wahre Zeitalter der Mömbriser Protestanten begann dafür erst zwischen den beiden Weltkriegen. Zwar wurde bereits im Jahr 1893 der „Evangelische Verein Schöllkrippen" gegründet, doch erst mit dem Beginn der Industrialisierung des Kahlgrundes gelangten zahlreiche weitere evangelische Christen in die bis dahin hauptsächlich katholischen Ortschaften. Hamburger, Offenbacher und Hanauer Tabakexporteure sowie Großhändler bauten kleine Zigarrenfabriken auf und boten so für einen Teil der ärmeren Menschen Verdienstmöglichkeiten an. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde hat ihren Sitz noch in der Nachbargemeinde Schöllkrippen. 

 

 

Mömbris und seine Perlen.

Anfang dieses Jahrhunderts entstand im Mömbriser Raum ein Zentrum der Perlenstickerei sowie der Zigarrenindustrie. In beiden Industriezweigen waren vor allem Frauen, die „wahrhaften Perlen", beschäftigt. Der Bedarf an Verdienstmöglichkeiten der Kahlgrundbevölkerung wurde von ortsfremden Unternehmern genutzt und so siedelten sie verstärkt ihre Werkstätten aufgrund der günstigen Arbeitskräfte im Kahlgrund an. Noch bis 1903 mussten auch kleine Kinder und alte Frauen die Perlen und Flitter auffädeln. Den Kleinen nahm es die Kindheit, den Alten das Augenlicht. Die Perlenstickerei ging in den dreißiger Jahren immer mehr zurück, weil das Arbeitsangebot in der Zigarrenindustrie etwas lohnender erschien.

Einfache Tätigkeiten - wie das Entrippen von Tabakblättern oder Kleben von Tabakkisten, wurden in Heimarbeit vergeben. Aufgrund starker Qualitätsverluste überließ man den Heimarbeitern später nur noch das Rollen der Zigarren. 1939 gab es mittlerweile 24 Zigarrenfabriken und nahezu 90 Prozent der Arbeiter waren Frauen. Nach der "Werktagsschule" meldeten sich viele Schülerinnen zur Arbeit in den Zigarrenfabriken an. Erholung und Zeit zum Spielen blieb da kaum übrig. Ohne gesetzliche Bestimmungen waren die Mitarbeiter ebenso völlig schutzlos gesundheitsgefährdenden Stoffen ausgesetzt und aufgrund jahrelanger Arbeit in der Zigarrenfabrik traten häufig Fälle von Lungentuberkulose auf. 

 

 

Mömbris endlich am Zug.

 

Die industrielle Erschließung des Kahlgrundes erfolgte im Vergleich zu anderen Regionen relativ spät.

Das ländlich am Zuggeprägte Gebiet ohne nennenswerte Vorkommen an Bodenschätzen, dazu noch abseits der großen Verkehrswege, war daher von zweitrangigem Interesse. Erst durch den Bau der Eisenbahn änderte sich allmählich sein Stellenwert. Der Mensch wurde als Arbeitskraft in der industriellen Produktion erkannt und der Kahlgrund als Absatzgebiet zunehmend attraktiver eingeschätzt. Der Bau der Kahlgrundbahn 1898 ermöglichte es den Menschen sich als Fabrikarbeiter in Frankfurt, Hanau und Offenbach anzubieten. Die Kahlgrundbahn, im Volksmund „Bembel" genannt, verbindet heute Schöllkrippen mit Kahl, wo Anschluss an das Bundesbahnnetz besteht. Seit Ende 1997 fährt die Kahlgrundbahn direkt bis nach Hanau Hauptbahnhof und ist damit nahtlos an das Rhein-Main-Gebiet angeschlossen. Am ersten Sonntag im Monat, sowie an einigen Feiertagen wird die Strecke noch mit den historischen und wunderschönen Dampflokomotiven befahren. 

 

 

Öl auf Mömbris Mühlen.

Neben zahlreichen Fachwerkhäusern, die zum Teil mehrere hundert Jahre alt sind, prägen vor allem auch die MühlräderÖl das romantische Landschaftsbild entlang der Kahl. Die Mühlen zählen zu den ältester Handwerksbetrieben und sind Dokumente vergangener Kultur und bewundernswerte Technik. In den Öl- und Getreidemühlen demühlen wurden besonders auch Roggen und Weizer Raps, Mohn und Buchecker verarbeitet. 1830 wurden ent- lang der Kahl 73 Mühlen gezählt. Sägewerke nutzten ebenso die Energie des Wassers.

Das Wasserrecht der Müller wurde von Generation zu Generation weitervererbt. Die Müller besaßen das Recht, Wasser zu stauen um Antriebskraft zu gewinnen. Viele Müller aus den Mömbriser Ortschaften belieferten jahrzehntelang weit über den Kahlgrund hinaus ihre Kunden mit diversen Mahlprodukten. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg sicherten die Betreiber die Hauptnahrungsmittel Brot und Kartoffeln. In den 50er und 60er Jahren endete dann die Zeit der gewerblich betriebenen Mühlen und im Jahre 1977 war keine der vielen Mühlen mehr in Betrieb. Um jedoch die romantischen und traditionsreichen Werke zu schützen und zu bewahren beschloss der Gemeinderat Mömbris schließlich die Wiederherstellung der Mühlen. Freiwillige und ehrenamtliche Helfer unterstützten den Wiederaufbau.

In voller Pracht und Größe ist die Ölmühle wieder in Mömbris und die Doppelmühle in Strötzbach zu bewundern. Beide Mühlen an der Kahl wurden originalgetreu restauriert und werden der Öffentlichkeit gerne gezeigt. Auch die Inneneinrichtung mit Kollergang, Keilpresse und Ofen wurde sorgfältig ausgebaut. Um ihre Restaurierung hat sich vor allem Kreisheimatpfleger Oskar Oberle aus Königshofen verdient gemacht. Eine wasserbetriebene Säge in der Sägemühle Heeg wurde um 1990 restauriert und ist wieder vollkommen einsatzbereit. Auch in Königshofen stehen noch drei Getreidemahlmühlen die leider außer Betrieb gesetzt sind. 

 

 

Mömbris der Heimat kundig.

 

In Gunzenbach besteht seit 1977 ein Heimatmuseum in der alten Schule aus dem Jahre 1836 . Den Hauptverdienst an dieser anschaulichen volkskundlichen Sammlung erwarb sich der damalige Kreisheimatpfleger Emil Griebel, dessen unermüdliche Sammlerleidenschaft die Grundlage bildete. Geöffnet ist das Museum im Sommer an jedem 4. Sonntag im Monat von 14-16 Uhr. Er übernahm auch das Patronat für die umfangreiche geschichtliche Dokumentation der „Chronik des Marktes Mömbris" im Auftrag des Gemeinderates. Für alle Freunde detaillierter und fundierter Erkenntnisse, ist die Lektüre sehr zu empfehlen. Ebenso bietet die Festschrift anlässlich der 1000-JahrFeier in Mömbris, bearbeitet von Dr. Jakob Jung sowie die jährlichen Ausgaben der liebevoll und sorgfältig recherchierten Heimatjahrbücher „Unser Kahlgrund" Interessantes und viel Wissenswertes über unsere Heimat. Alle Werke sind im Rathaus, für junge und alte Geschichtsinteressierte, zu erwerben. 

 

 

Mömbris führt Gutes im Schilde.

Am 9. November 1961 bewilligte das Bayerische Staatsministerium des Innern. der Gemeinde Mömbris die FührungSchild eines eigenen Wappens und einer Fahne. Die Beschreibung des Wappen lautet offiziell: „ In Rot ein senkrecht gestelltes silbernes Schwert mit goldenem Griff, beseitet rechts von einem sechsspeichigen silbernen Rad, links von einer goldenen Laubkrone." Im Gemeindewappen spiegelt sich die Ortsgeschichte symbolisch wieder. Das silberne Schwert mit goldenem Griff erinnert an die alte Freigerichtsbarkeit. Die Laubkrone versinnbildlicht die wichtige Bedeutung des Königtums für die Entstehung und Ausbildung der Gerichtsgemeinde. Das sechsspeichige silberne Rad als uraltes Wappenzeichen von Kurmainz, zeigt die enge Verbindung der Gerichtsgemeinde mit dem Erzbistum Mainz.

1961 deckte sich die Gemarkung Mömbris mit dem Bezirk des alten Freigerichts Mömbris, das im Hochmittelalter durch die Ansiedlung freier oder zu diesem Zweck gefreiter Bauern auf Königsland entstanden ist. Das im Anschluss an die Reichsgrafschaft Bernbach und die alte Kaiserpfalz Gelnhausen entstandene Frei beziehungsweise Zent- und Hochgericht stand in enger Verbindung zum deutschen Königtum - bis es um die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert dem Landfürstentum des Erzbischofs von Mainz und den Fürsten von Hanau-Münzenberg gelungen war, sich die Oberhoheit anzueignen, die schließlich von 1738 bis zur Schwelle des 19. Jahrhunderts allein dem Kurfürsten von Mainz zukam. 

 

 

Mömbris wird marktfähig.

 

Kurz nach der Annahme des Gemeindewappens bemühte sich die Gemeinde mit Erfolg um die Erhebung zum Marktflecken, Durch die Verleihung der Urkunde wurde die Bedeutung der Gemeinde als tatsächlicher Mittelpunkt des Kahlgrundes besonders unterstrichen. Innerhalb von 60 Jahren hatte sich die Zahl der Einwohner im Bereich der Mittelpunktgemeinde verdoppelt. Die Verleihung der Bezeichnung „Markt" wird in erster Linie von den wirtschaftlichen Verhältnissen und der Siedlungsform abhängig gemacht. Neben Hörstein und Schöllkrippen war Mömbris die dritte Gemeinde im damaligen Landkreis Alzenau, die zum Marktflecken erhoben worden war. 

 

 

Mömbris ist gemeinsam Stark.

Von 1965 bis 1978 fanden im Zuge der Gebietsreform die Eingemeindung von Hohl, Daxberg, Mensengesäß, Hemsbach, Niedersteinbach, Dörnsteinbach, Reichenbach und zuletzt Schimborn und Königshofen statt. Der Markt war aufgrund seiner geographischen Lage für die umliegenden Dörfer des mittleren Kahlgrundes schon immer Mittelpunkt. Doch war der Ortskern von Mömbris den Anforderungen in städtebaulicher Hinsicht nicht mehr gewachsen und so begann man 1971 mit einer aufwendigen und zukunftsweisenden Ortskernsanierung nach dem aktuellen Städtebauförderungsgesetz. Das Ergebnis ist heute ein lebendiger Marktplatz mit einem modernen Zentrum. Er dient als Versammlungsort, bietet eine Arena für vielerlei Festivitäten und vor allem verführen moderne Ladengeschäfte zu angenehmen Einkaufserlebnissen. Platz hat natürlich auch jeden Freitag ein echter Markt auf dem frisches Gemüse und andere feine Dinge feilgeboten werden. Insgesamt wurden circa 30 Millionen Mark in die Erneuerungen investiert. Erhebliche Mittel des Bundes, des Freistaates Bayern und des Bischöflichen Ordinariats flossen nach Mömbris. Private Investoren trugen mit weiteren 20 Millionen DM einen beachtlichen Teil zu einem modernen Mömbris bei und demonstrieren starkes regionales Unternehmertum. Arbeitsplätze blieben vor Ort erhalten und neue konnten geschaffen werden. Die Steuerzahler des Marktes Mömbris und die Kirchensteuerzahler der Pfarrei Mömbris mussten kaum mehr als 4 Millionen DM aufbringen. Besondere Rücksichtsnahmen fand die Anordnung von Kindergarten und Kommunikationszentrum Die historische Pfarrkirche St. Cyriakus aus dem Jahre 1782 wurde ebenso wie das alte Pfarrhaus und weitere erhaltenswerte Fachwerkhäuser liebevoll und nach denkmalschützerischen Kriterien restauriert. 

 

 

Mömbris schafft Partnerschaften.

Am 24. Juni 1989 kam es vor allem auf­grund der Bemühungen des damaligen Partnerschaftsbeauftragten Dr. Johannes Schmid zu einer lebendigen Partnerschaft zwischen dem Markt Mömbris und dem SIVOM Pré-Bocage mit den drei Kantonen Viller-Bocage, Caumont und Aunay. Möm­bris hat 18 Ortsteile, der SIVOM besteht aus 30 Gemeinden, jede mit eigenem Bürger­meister und Gemeinderat. Dr. Jakob Jung war der nachfolgende Partnerschaftsbe­auftragte und wurde 1997 von Frau Ange­la Aschmoneit abgelöst. Deren Nachfolgerin und aktuelle Partnerschaftsbeauftragte ist Frau Marion Laber.


Veranstaltungen


16.12.​2017
16:00 Uhr
6. Schimborner Dorfplatzadvent
Die Schimborner Ortsvereine laden Sie sehr herzlich zum 6. Schimborner Dorfplatz-Advent ein. Auf ... [mehr]
 
16.12.​2017
Vereinsinterne Weihnachtsfeier
vereinsinterne Weihnachtsfeier mit Ehrung der Sieger der Hegefischen 2017 + gemütlichem Beisammensein im Restaurant "Ölmühle", Mömbris [mehr]
 
23.12.​2017
Verkauf von frisch geräucherten Spessartforellen
Verkauf von frisch geräucherten Spessartforellen an der Glasberghalle in Daxberg. Nur auf ... [mehr]