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Städtebauförderung Mensengesäß und
Mömbris

Seit mehreren Jahren läuft das Verfahren zur Aufnahme der Altortsbereiche Mömbris undFelix Wissel neu Mensengesäß in ein Städtebauförderprogramm. Nachdem die Aufnahme geglückt ist, laufen nun die Planungen für das erste Projekt. Das Areal zwischen Marktplatz und Ölmühlenparkplatz soll umgestaltet werden und wie dies aussehen könnte, erfuhren die Mitglieder des Gemeinderates in ihrer letzten Sitzung.

Ein zentraler Punkt ist es, die Kahlaue, die derzeit stark mit Bäumen und Büschen zugewachsen ist, wieder erkennbar zu machen. Durch einen intensiven Rückschnitt der Vegetation soll die Kahl, aber auch der Ölmühlenparkplatz deutlich besser sichtbar werden. Hierdurch soll auch erreicht werden, dass Ortsfremde den großen Parkplatz an der historischen Ölmühle leichter erkennen und auch nutzen. Um eine bessere Anbindung an den Marktplatz und die dortige Geschäftswelt zu erreichen, soll zudem ein weiterer Steg gebaut werden, der den Parkplatz direkt mit dem Marktplatz verbindet. Hier ist es aber noch strittig, welche Breite am sinnvollsten ist. Die einen befürworten einen möglichst breiten Steg, um auch Aufenthaltsflächen zu schaffen, während andere der Meinung sind, ein kleiner Steg zum Laufen wäre vollkommen ausreichend. Im Zuge der Planung soll weiterhin ein Weg direkt an der Kahl entstehen, der mit Aufenthaltsflächen versehen werden soll, auf denen man einmal kurz die Seele baumeln lassen und den schönen Naturraum der Kahl genießen kann.

Weiterhin ist noch ein Wasserspielplatz vorgesehen, der insbesondere von Kindern genutzt werden soll. Hier sieht die Planung vor, den Wasserablauf, der das Ölmühlenrad antreibt, zu nutzen und links und rechts Spielmöglichkeiten zu installieren.

Nachdem sich der Gemeinderat die Realisierung der Planung grundsätzlich vorstellen kann, wird nun die Gemeindeverwaltung mit den zahlreichen Fachbehörden Gespräche führen, um von dort grünes Licht zu bekommen.

Darüber hinaus soll im Rahmen der Städtebauförderung nicht nur die öffentliche Hand investieren, um die Ortszentren zu verschönern. Auch die privaten Eigentümer sollen hierzu animiert werden. Hierzu wird aktuell ein Sanierungsgebiet aufgestellt, innerhalb dessen dann Investitionen unter gewissen Voraussetzungen steuerlich abgeschrieben werden können. Zudem ist geplant, ein kommunales Förderprogramm aufzulegen, das private Investitionen finanziell unterstützt, wenn diese dazu beitragen, das Ortsbild zu verschönern. Hierzu wird momentan eine Gestaltungsfibel aufgestellt, die Positivbeispiele für eine Verschönerung des Ortsbildes auf privaten Flächen aufzeigt. Es ist durchaus lukrativ, sich an diese Beispiele zu halten, da nach aktueller Planung 30 Prozent der Kosten (maximal 20.000 €) als Zuschuss gewährt werden können. Der Löwenanteil dieser Fördergelder wird vom Freistaat Bayern gewährleistet.

Wenn private Eigentümer ohnehin Investitionen planen, so wäre im Zuge der Städtebauförderung jetzt die geeignete Zeit. Die steuerlichen Vergünstigungen sowie die staatlichen Zuschüsse sind nur für wenige Jahre zu erhalten.

Für unsere Marktgemeinde aber auch die privaten Eigentümer besteht im Zuge der Städtebauförderung eine große Chance die Altortsbereiche mit Staatsförderung erheblich schöner zu gestalten. Diese sollten wir nicht ungenutzt lassen.