Zwischen Chance und Herausforderungen
Erstelldatum27.08.2026

Mit dem Projekt „temporäres Jugendhaus“ stellt sich die gemeindliche Jugendarbeit einer Aufgabe, die echte Möglichkeiten bietet, aber auch für Herausforderungen sorgt. Das Gebäude, das dafür zur Verfügung steht, soll von Anfang an nur vorübergehend genutzt werden. Parallel entsteht mit dem festen Standort im Markt 7 bereits die langfristige Lösung.
In einer Gemeinde, in der Jugendlichen bisher wenige echte Räume zum Selbstgestalten und Mitbestimmen zur Verfügung stehen, ist diese Situation eine besondere Chance. Nicht nur muss die Zeit bis zur Fertigstellung des Jugendtreffs im Markt 7 überbrückt werden, sondern das Gebäude, welches nun vorübergehend genutzt wird, steht aktuell ohnehin leer. Während also an anderer Stelle die Arbeiten für die langfristige Lösung im Gange sind, kann hier ausprobiert, mitgestaltet und kreativ gearbeitet werden. Anschließend steht dem nahtlosen Übergang von der temporären Lösung zur Dauerlösung nichts mehr im Wege.
Gleichzeitig stehen damit alle Beteiligten vor einer großen Möglichkeit, aber auch vor großen Herausforderungen. Alles läuft hier in Eigenregie und mit maximaler Eigenleistung. Dabei ist es egal, ob es um das erste Aufräumen und Saubermachen, das Streichen der Wände oder das Organisieren von Einrichtung geht. So ist von der Ideenfindung bis zur Umsetzung der Weg nicht weit, dafür sind die Ressourcen und die Konsequenzen auch sofort spürbar. Im Klartext heißt das also für alle Beteiligten eine ganze Palette an Aufgaben, Verantwortung und Optionen. Es muss selbst entschieden, Ideen eingebracht, Verantwortung übernommen, mit Konsequenzen der eigenen Entscheidungen umgegangen werden und dabei kann ganz viel erlebt werden. Jeder Einzelne zählt hier und jeder Schritt ist dabei mal besser und mal weniger gut überlegt. Ganz klar geht es hier nicht um das perfekte und fehlerfreie Vorgehen, sondern viel mehr um den Prozess und das Motto „Der Weg ist das Ziel!“. Aus all diesen Aspekten ergibt sich schlussendlich eine ganze Menge an „könnte“, „sollte“, „wollte“ und „müsste“. Dazu gehört auch die Gefahr, sich zu verrennen, Fehler zu machen oder einfach einmal falsch abzubiegen. All das ist Teil des Projekts und soll zeigen, wozu Beteiligung so wichtig ist.
Die Ergebnisse des Projekts werden sich nach einer anfänglichen Chaos und Findungsphase dann im Verlauf der nächsten Monate zeigen. Dafür braucht es jedoch vor allem eine Sache: Vertrauen. Es braucht Menschen, die darauf vertrauen, dass hier etwas Tolles entstehen kann. Es braucht Vertrauen in den Prozess und es braucht Vertrauen der Helfer in sich selbst, etwas zu bewegen, zu verändern, und zu schaffen, dass Lust auf mehr macht und ein Gefühl von Zugehörigkeit für alle Besucher schaffen kann.