Vandalismus verursacht hohe Kosten für die Allgemeinheit
Erstelldatum17.06.2026

Im Markt Mömbris muss derzeit jeder Euro zweimal umgedreht werden, bevor er ausgegeben werden kann. Wie auch in vielen Nachbarkommunen ist die finanzielle Situation angespannt. Umso ärgerlicher ist es, dass wir immer wieder mit Fällen von Vandalismus konfrontiert werden, die erhebliche Reparaturkosten verursachen. Sofern die Verursacher nicht ermittelt werden können, müssen diese Kosten letztlich von der Allgemeinheit getragen werden.
Besonders zwei Bereiche bereiten uns aktuell große Sorgen.
Zum einen betrifft dies den Kinderspielplatz neben dem Wasserspielplatz an der historischen Ölmühle. Auf Wunsch vieler Familien hat der Markt Mömbris dort zwei Bodentrampoline installiert, die von Kindern sehr gut angenommen werden. Leider wurden in den vergangenen Monaten mehrfach die Sprungtücher – aller Wahrscheinlichkeit nach vorsätzlich mit einem Messer – beschädigt. Bis solche Schäden von den Gemeindemitarbeitern entdeckt werden, besteht eine erhebliche Unfallgefahr für Kinder, die die Trampoline nutzen möchten. Allein ein einzelnes Sprungtuch kostet rund 300 Euro. Hinzu kommen die Personal- und Montagekosten für den Austausch.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Jugendplatz am Festplatz Mömbris. Dort kommt es immer wieder zu verschiedenen Formen von Vandalismus. Vor wenigen Wochen wurde die Bande des Bolzplatzes beschädigt, sodass die Anlage bis zur Durchführung der Reparaturarbeiten vorübergehend gesperrt werden musste.
Der erste Impuls der Gemeindeverwaltung war die Installation einer Videoüberwachung an beiden Standorten, um die Täter besser identifizieren zu können. Die datenschutzrechtlichen Vorgaben lassen eine solche Maßnahme jedoch nicht ohne Weiteres zu. Zunächst müssen weniger eingriffsintensive Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden.
Deshalb werden an den betroffenen Standorten künftig Bewegungsmelder installiert. Ziel ist es, potenzielle Täter insbesondere bei Dunkelheit abzuschrecken und die Situation zu verbessern. Erst wenn diese Maßnahme keinen nachweisbaren Erfolg bringt, könnten die rechtlichen Voraussetzungen für eine Videoüberwachung gegeben sein.
Vandalismus schadet nicht nur öffentlichen Einrichtungen, sondern letztlich allen Bürgerinnen und Bürgern. Die Mittel, die für Reparaturen aufgewendet werden müssen, würden wir wesentlich lieber in unsere Kindergärten, Schulen und andere wichtige Einrichtungen investieren.
Wir bitten daher insbesondere Anwohnerinnen und Anwohner sowie Passanten, künftig ein verstärktes Augenmerk auf die genannten Bereiche zu richten. Gemeinsam hoffen wir, dass die Verantwortlichen zur Vernunft kommen oder ermittelt werden können.