Kindertagesstätten im Markt Mömbris
Erstelldatum20.11.2025

In den vergangenen Jahren nahmen immer wieder Eltern Kontakt mit der Gemeindeverwaltung auf, weil sie dringend einen Betreuungsplatz für ihre Kinder benötigten, diesen aber nicht zu ihrem Wunschtermin bekamen. Nachdem die Kindergärten im Markt Mömbris aber keine gemeindlichen Einrichtungen sind, sondern von kirchlichen Vereinen und der Lebenshilfe betrieben werden, hat der Markt Mömbris selbst keinen direkten Einfluss auf die Platzvergabe. Außerdem sind die Kindergärten bei der Vergabe der Betreuungsplätze an die Betriebserlaubnisse und den vom Freistaat Bayern festgelegten Betreuungsschlüssel gebunden, der vorgibt, wie viele Erzieherinnen für die Betreuung einer bestimmten Anzahl von Kindern notwendig sind.
Um es den Trägern zu ermöglichen, mehr Kinder aufzunehmen, hat der Markt Mömbris in den vergangenen Jahren verschiedene Kindergartengebäude neu errichten oder erweitern lassen. So entstand ein Kindergartenneubau in Niedersteinbach mit zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe sowie einer Waldkindergartengruppe. Im September 2025 konnte auch das Kinderhaus St. Martin neue Räume in der ehemaligen Schule Dörnsteinbach beziehen, sodass nun dort eine Kindergarten- und eine Krippengruppe zusätzlich betreut werden können. Das Kindergartengebäude Daxberg wurde um eine Krippengruppe erweitert, sodass die Krippenkinder, die z. Z. schon übergangsweise in einer Wohnung in Niedersteinbach betreut werden, in den nächsten Wochen in die neuen Räume umziehen können.
In den nächsten Jahren soll auch der Integrative Kindergarten Hundertmorgenwald der Lebenshilfe in Strötzbach ein neues Gebäude bekommen, da die Genehmigung für die derzeit genutzten Container befristet ist.
Gleichwohl nutzen die besten Gebäude nichts, ohne das erforderliche Fachpersonal. Zum Glück ist es den Trägervereinen bisher gelungen, offene Stellen trotz der großen Nachfrage nach Erzieherinnen und Erziehern zu besetzen.
Durch die neu geschaffenen Räume und das vorhandene Personal werden nach aktuellem Stand alle Kinder, die z. Z. für einen Kita-Platz angemeldet sind, diesen auch zum Wunschtermin oder zeitnah erhalten können. Bedauerlicherweise wird das nicht immer ein Betreuungsplatz in dem Kindergarten erster Wahl sein und Eltern müssen damit rechnen, dass ein Betreuungsangebot ggf. auch von einem Kindergarten aus einem anderen Ortsteil kommen kann.
Damit die Kinderbetreuung für die Eltern finanzierbar bleibt, erhalten die Kindergärten erhebliche Zuschüsse. Auf die Kindergärten im Markt Mömbris entfielen Zuwendungen aus Bundesmitteln (2024: rd. 125.000 €, 2025: rd. 105.000 €), vom Freistaat Bayern (2024: rd. 2.409.000 €, 2025: rd. 2.494.600 €) und vom Markt Mömbris (2024: rd. 1.930.000 €, 2025: rd.1.868.400 €).
Die Ausgaben der Kindergärten sind in den letzten Jahren vor allem durch Personalkostensteigerung stärker angewachsen als die Einnahmen aus staatlichen und gemeindlichen Zuschüssen und den Elternbeiträgen. Daher schreiben die meisten Kindergärten mittlerweile „rote Zahlen“. In den meisten Fällen, so auch in Mömbris, kommen die Gemeinden für die Defizite der Kindergärten auf. Für das Jahr 2025 musste der Markt Mömbris einen Defizitausgleich von insgesamt rd. 625.000 € an verschiedene Trägervereine auszahlen. 2025 wird der Defizitausgleich vermutlich bei rd. 880.000 € liegen.
Der Markt Mömbris entlastet damit Familien mit kleinen Kindern. Ebenso will der Markt Mömbris die ehrenamtlich tätigen Vorstände der Trägervereine entlasten und hat daher die Einstellung von Karolin Bott als hauptamtliche Geschäftsführerin für die Trägervereine im Markt Mömbris unterstützt.
Ein aktuelles Anliegen von Frau Bott ist es, weitere ehrenamtliche Helfer zu finden, die verschiedene Kindergartenkinder zum Deutsch-Vorkurs an die Ivo-Zeiger-Schule fahren. Einen Aufruf hierfür veröffentlichen wir auch in diesem Bürgerblatt.