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Was summt denn da — Honigbienen, Hummeln und Wildbienen im Frühjahr


 Aus dem Landkreis


Biene ist nicht gleich Biene! Wildbienen sind die wilden Verwandten der Honigbiene und sie sind überaus artenreich. Allein in Deutschland finden wir 585 unterschiedliche Wildbienenarten, dazu zählen auch die Hummeln.


Anders als die Honigbiene leben die meisten Wildbienen nicht in größeren sozialen Gruppen. Sie fliegen meist als Einzelgänger durchs Leben. Daher bezeichnen wir sie auch als Solitär- oder Einsiedlerbienen. Der Großteil der Wildbienenarten baut seine Nester eigenständig. Etwa 300 Wildbienenarten nisten im Boden oder in Steilwänden, andere suchen sich ihre Kinderstuben in markhaltigen Pflanzenhalmen oder im Totholz, z.B. die Große Blauschwarze Holzbiene bohrt sich mit ihren scharfen Mundwerkzeugen eigene Löcher ins mürbe Holz. Da die solitären Wildbienen somit auch keinen Bienenstaat verteidigen müssen, sind sie absolut friedliebend, und Sorge vor Stichen ist hier völlig unbegründet. Viele Wildbienenarten haben noch nicht einmal einen Stachel!

Kommen nach dem Winter die ersten Sonnentage mit wärmenden Strahlen, sind einige dieser kleineren Wildbienchen kurz nach den Hummeln auch als Besucher an den ersten Blühpflanzen zu entdecken. Vor allem die bekannten und farbenfrohen Frühblüher dienen im zeitigen Frühjahr den robusteren Insekten als erste wichtige Nahrungsquelle. Nicht nur völkerbildende Insekten wie unsere heimischen Honigbienen oder die größeren Hummeln, sondern auch viele Wildbienen sind auf Frühblüher wie Christrosen, Schneeglöckchen oder Krokusse zur ersten Stärkung angewiesen.

Die Frühlingsblüher sind nach der tristen Winterzeit nicht nur schön anzusehen, sondern sind hervorragende Lieferanten für Nektar und Pollen. Damit sorgen sie zum einen für die Grundversorgung der ersten Hummelköniginnen und früher Solitärbienen nach deren erfolgreicher Überwinterung. Auch die Honigbienen nutzen diese Nahrungsquellen nach der monatelangen Winterruhe gerne, denn der Pollen als Eiweißquelle ist ein wichtiger Bestandteil für Aufbau und die Stabilisierung der überwinterten Völker in einer noch schweren Zeit.

Viele Hummeln sind besonders unerschrocken und starten bereits im Februar bei Sonnenschein mit den ersten Erkundungsflügen. Durch ihren kompakten Körperbau gelingt ihnen dies bereits bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Hummeln sind die Zeppeline unter den Bienen, die Tiere mit der flauschigen Behaarung fliegen schon seit 25 Millionen Jahren über diese Erde. Sie stammen ursprünglich aus den Bergen des Himalayas. Die robusten Insekten breiteten sich bis nach Sibirien, Alaska und auch Grönland aus. Heute finden wir sie auf der gesamten eurasischen Landfläche. Weltweit gibt es 250 Arten, wovon 41 Hummelarten in Deutschland als heimisch gelten, aber nur sieben Hummelarten können wir häufig in unseren Gärten und Parks beobachten.

Die sozial organisierten Hummeln bilden Staaten mit bis zu 600 Tieren. Das Hummelvolk besteht wie bei Honigbienen aus Arbeiterinnen, Drohnen und einer Hummelkönigin. Sie leben vornehmlich im Sommer und sterben im Herbst. Nur die begatteten Jungköniginnen eines Staates überwintern und beginnen im zeitigen Frühjahr mit dem Nestbau und der Gründung eines neuen Staates.

Unter den Wildbienenarten zählen wir 175 Pollenspezialisten, diese Bienen beschränken sich bei der Aufnahme des Blütenpollens auf recht wenige Pflanzenfamilien. Unter ihnen finden wir noch weitaus wählerische Wildbienenarten. So manche Bienenart trägt ihre Pollenvorliebe bereits im Namen, zum Beispiel die Rainfarn-Maskenbiene, die Hahnenfuß-Scherenbiene oder Natternkopf-Mauerbiene verraten uns, mit welchen Pflanzen wir Bienen helfen können.

Allerdings gibt es auch Wildbienenarten, die nicht auf einzelne Pflanzenfamilien beschränkt und damit „nicht so wählerisch“ sind. Diese bezeichnet man als polylektischen Arten. Die Dunkelgrüne Schmalbiene etwa sammelt an zwölf, die Zweifarbige Sandbiene an 15 und die Gewöhnliche Bindensandbiene sogar an 18 verschiedenen Pflanzenfamilien.

Natürlich gibt es auch die Honigbienen (Apis Mellifera) als frühe Blütenbesucherinnen. Sie benötigen etwa 12°C für einen Besuch der Blüten. In der kalten Jahreszeit bilden Honigbienen eine „Wintertraube“ im Bienenstock. Etwa 5.000 bis 10.000 Bienen kuscheln sich aneinander und beschützen besonders die Bienenkönigin in ihrer Mitte. Das machen sie, um sich gegenseitig zu wärmen. Durch Flügelzittern erzeugen sie eine angenehm warme Temperatur von circa 20-25°C – und überleben auf diese Weise auch in frostiger Umgebung. Raffiniert, oder? Meist ab Mitte Februar beginnt das Volk mit der Aufzucht der neuen Bienengeneration. Dabei wird die Temperatur im Innern der Bienentraube auf ca. 35°C gebracht - gleichgültig was außerhalb des Bienenstocks passiert.

Nutzen Sie bei nächster Gelegenheit den ersten Frühlingshauch, möglichst bei Sonnenschein und Windstille, zur Beobachtung dieser kleinen, vielfältigen Insekten, denn sie alle helfen uns bei der so wichtigen Bestäubung von blühenden Gewächsen in Fluren und Gärten.

Lassen Sie sich gerne über geeignete Gestaltungen und (Wild-) Bienen freundliche Pflanzen von unseren „Summt“-Partnern, siehe Homepage www.der-landkreis-aschaffenburg-summt.de , unseren fachkundigen Gärtnereien und Baumschulen im Landkreis und unseren Gartenbauvereinen beraten und inspirieren.

Viel Spaß und einen summenden Frühlingsbeginn wünscht Ihre Initiative „Der Landkreis Aschaffenburg summt!“


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