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Fotos vom Hörtag in Mömbris am 20. Juni 2021


 Aus dem Rathaus


„Vom Widerstand der Mömbriser Kirchgemeinde 1936“


Fotos: Archiv R. Grafe – mit Dank an Anna und Britta
Quellenangabe: Archiv R. Grafe

Im Gottesdienst in der Mömbriser St. Cyriakus-Kirche am Sonntagmorgen widmete Pfarrer Andreas Hartung seine Predigt Pfarrer August Wörner und Kaplan Hermann Dümig: „Es hat ihnen nicht gereicht, nur Frömmigkeit zu leben. Sie haben sich ihrer Zeit gestellt. Es braucht den Mut, für seinen Glauben einzustehen.“

Etwa hundertdreißig Besucher kamen zum Gottesdienst in den Pfarrgarten der Schimborner Kirche St. Jakobus. Pfarrer Helmfried Heininger erinnerte daran, daß August Wörner und Hermann Dümig „in schweren Zeiten ihren Glauben gelebt haben“.

Die Hörgeschichte „Sie können mich einsperren, ich bin bereit. Wie zwei fränkische Pfarrer mit ihrer Gemeinde den Nazis trotzten“ war an diesem Sonntag in acht Kirchen in Mömbris und Umgebung zu hören – so wie hier in der Gunzenbacher St. Michael-Kirche.

Am Abend kamen rund achtzig Besucher zum Gespräch ins Mömbriser Ivo-Zeiger-Haus.

Zwei Stunden lang ging es um den Widerstand Mömbriser Katholiken in der Nazi-Zeit, um die Entstehung der Hörgeschichte und darum, was sie den Nachgeborenen zu sagen hat.

Die 95-jährige Zeitzeugin Maria Koch konnte noch aus eigenem Erleben von Pfarrer August Wörner und den Ereignissen 1936/37 erzählen.

Der Mömbriser Werner Schmitt hatte nach dem Ende der Nazi-Diktatur mehrmals mit Pfarrer Hermann Dümig über dessen Zeit im KZ Dachau gesprochen.

Die Autoren der Hörgeschichte, Maximilian Schneider und Roman Grafe (rechts), erzählten, wie sie auf die Geschichte gekommen sind und wie sie etwa achtzig Tage daran gearbeitet haben.

Bürgermeister Felix Wissel (links) berichtete, wie es gelang, innerhalb kurzer Zeit nach der Veröffentlichung der Hörgeschichte einen einstimmigen Beschluß im Marktgemeinderat herbeizuführen, wonach das künftige kommunale Kultur-Bistro in Mömbris Am Markt 10 als Hermann-Dümig-Haus benannt wird. Pfarrer Andreas Hartung (Mitte) sagte, eine Gedenktafel für August Wörner und Hermann Dümig sollte kein Problem sein: „Wir haben in der Kirche viele Wände, die können wir nutzen.“

Der Moderator des Abends, der Aschaffenburger KAB-Bildungsreferent Joachim Schmitt, lud das Publikum ein, sich an dem Gespräch zu beteiligen.

Rund ein Dutzend Besucher kamen zu Wort.

Die Möbriserin Cäcilia Link verwies auf die Verantwortung der Täter und das Leid der Opfer von Gewalt.

Tina Becker aus Mömbris regte an, im künftigen Hermann-Dümig-Haus auch Gewaltpräventions-Kurse und Streit-Training für Kinder und Jugendliche anzubieten.

Das Schlußwort des Abends hatte die Zeitzeugin Gunda Simon aus Mömbris. Sie hofft, daß die Geschichte der mutigen Mömbriser Christen weitererzählt wird.

Auch Maria Koch sagte abschließend, sie hofft auf die Jugend und ihr Interesse an Geschichte und politischer Mitgestaltung.


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