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Markt Mömbris
Schimborner Straße 6, 63776 Mömbris
+49 6029 705-0
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verwaltung(at)moembris.bayern.de
Öffnungszeiten Bürgerbüro
 Gerade geöffnet Gerade geschlossen

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Erneuerbare Energien im Markt Mömbris


 Aus dem Rathaus



Im Rahmen einer Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises Aschaffenburg am 17.11.2022 informierte der Klimaschutzmanager, Herr Hoos, über den aktuellen Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Landkreis Aschaffenburg. So wies er zum Beispiel darauf hin, dass im Jahre 2020 25 Prozent des Strombedarfs unserer Region aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde. Zudem konnte ich erfahren, dass der Markt Mömbris im Bereich der Stromerzeugung durch Solarenergie einen kreisweiten Mittelplatz einnimmt. 489 Watt Peak (Wp) installierte Leistung je Einwohner gibt es derzeit im Markt Mömbris und damit nehmen wir Platz 17 von 32 Gemeinden ein. Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2021.

Unsere Energie regenerativ zu erzeugen ist zu Zeiten des derzeit stattfindenden Klimawandels essentiell wichtig, um auch nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Natur zu erhalten. Durch die Nutzung von fossilen Energieträgern ist es bereits zu erheblichen Veränderungen unserer Lebensbedingungen gekommen. Im Sommer steigt die Anzahl der heißen Tage kontinuierlich an, während sehr kalte und schneereiche Wintertage immer seltener werden. Der Klimawandel stellt die Versorgung unserer Bevölkerung mit Trinkwasser vor neue Herausforderungen, da in Unterfranken im Schnitt 20 bis 25 Prozent Grundwasserrückgang prognostiziert werden. Gerade quellbasierte Wasserversorger kommen in den sehr heißen und trockenen Sommermonaten an ihre Kapazitätsgrenzen und ein Blick in unseren Wald zeigt, dass dort Baumarten, wie Kiefern oder Fichten, die Jahrzehnte lang das Bild unseres Waldes mitbestimmt haben, in unserer Region nicht mehr überlebensfähig sind und selbst die Buche, die in unserer Region weit verbreitet ist, bekommt in Südhanglagen zunehmend Probleme.

Unser Marktgemeinderat ist sich den negativen Konsequenzen des Klimawandels bewusst und möchte das Mögliche tun, um hier entgegenzuwirken. So wurden in den letzten Jahren viele kommunale Gebäude energetisch saniert, um Energie einzusparen. Zudem wurden auf zahlreichen kommunalen Gebäuden PV-Anlagen errichtet, zunächst mit der Maßgabe, möglichst viel Energie ins Netz einzuspeisen. Aktuell, mit sinkenden Einspeisevergütungen, wird hier eher das Ziel einer Eigennutzung verfolgt. Darüber hinaus wird auch über Projekte diskutiert, um eine große Menge regenerativen Stroms zu erzeugen. In Sachen Windkraft bestehen aktuell im Markt Mömbris keine Potentiale. Dies hat zum einen eine Untersuchung der Kommunalen Allianz Kahlgrund-Spessart vor etwa einem Jahrzehnt ergeben; zum anderen weist auch die aktuelle Untersuchung des Regionalen Planungsverbandes kein entsprechendes Potenzial in unserer Marktgemeinde nach.

Anders verhält es sich im Bereich von Freiflächen-Fotovoltaikanlagen. Hier gibt es gleich zwei Akteure, die gerne eine solche Anlage in unserem Marktgebiet errichten würden. Im Ortsteil Schimborn plant die AVG Aschaffenburg eine zwei Hektar große Anlage in der Nähe des Wegs zum Zeltplatz Schimborn. Die Fläche liegt außerhalb von Schutzgebieten und der Gemeinderat hat nach einer in Schimborn durchgeführten Bürgerversammlung entschieden, mit einer entsprechenden Bauleitplanung den Weg für das Projekt frei zu machen.

Darüber hinaus würde die Bürgerenergiegenossenschaft Landkreis Aschaffenburg gerne in unserem Ortsteil Königshofen, in Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler ABO-Wind, eine sieben Hektar große Fläche, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird und im Landschaftsschutzgebiet liegt, mit Solarmodulen bestücken. Dieses Projekt wurde Anfang November in Königshofen offiziell vorgestellt und hierbei sind durchaus berechtigte Fragen, insbesondere, ob es tatsächlich eine landwirtschaftlich genutzte Fläche bzw. eine Fläche im Landschaftsschutzgebiet sein muss, gestellt. Diese kritischen Nachfragen müssen nun untersucht werden, um tatsächlich sicherzustellen, dass die geeignetste Fläche der Gemarkung ausgewählt wurde.

Neben den aufgeführten Initiativen würde es mich auch sehr freuen, wenn jeder private Eigentümer sich intensiv mit dem Thema Solarnutzung auf dem eigenen Dach auseinandersetzen würde. In Kombination mit einem Speicher kann in einem normalen privaten Haushalt gut 60 Prozent des eigenen Strombedarfs regenerativ erzeugt werden. Im Hinblick auf die derzeit sehr hohen Stromkosten lohnt es sich hier auf jeden Fall, über eine eigene Dachanlage nachzudenken.


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