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+49 6029 705-0
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verwaltung(at)moembris.bayern.de
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Aktuelle Situation der Kindergärten im Markt Mömbris


 Aus dem Rathaus



In allen Kommunen ist ein stetig zunehmender Bedarf an vorschulischen und schulbegleitenden Bildungs- und Betreuungsangeboten feststellbar. Auch im Markt Mömbris werden die Angebote in den Kindertagesstätten und Betreuungseinrichtungen an den Schulen immer stärker nachgefragt. Dabei können für die Schulkinder in den Mittags- und Nachmittagsbetreuungen und für die Kindergartenkinder (3-6 Jahre) aktuell ausreichend Plätze angeboten werden. Jedoch sind die 8 Kindergärten für die Krippenkinder (1-2 Jahre) momentan so ausgelastet, dass leider nicht allen Anfragen von Eltern für diese Altersgruppe im kommenden und nächsten Kindergartenjahr entsprochen werden kann. Wie kam es zu diesem Engpass?

Zum 1. August 2013 wurde ein gesetzlicher Anspruch auf frühkindliche Förderung für Kinder vom ersten bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eingeführt. Der Gesetzgeber ging in seinen damaligen Planungsempfehlungen an die Kommunen von einer Betreuungsquote von höchstens 35% pro Jahrgang aus. Auch der Markt Mömbris folgte den Empfehlungen und wollte dem Betreuungsanspruch durch folgende Maßnahmen ausreichend entsprechen:

  • Kindergarten Mittendrin in Schimborn: Einrichtung 12 neuer Kinderkrippenplätze im Bestand
  • Kindergarten St. Cyriakus: 12 neue Kinderkrippenplätze in einem Neubau, 12 neue Kinderkrippenplätze unter gleichzeitiger energetischer Sanierung im Bestand
  • Kindergarten Sausewind: 12 neue Kinderkrippenplätze im Bestand; 3 in sog. Familiengruppen
  • Kindergarten Villa Kunterbunt in Hohl: 12 neue Kinderkrippenplätze durch einen Anbau
  • Kindergarten Farbklecks in Daxberg: 6 neue Kinderkrippenplätze im Bestand

Am Ende dieser nicht unerheblichen Investitionen standen 69 Krippenplätze für nach der Geburtenstatistik durchschnittlich 180 ein- und zweijährige Kinder zur Verfügung. Damit wurde die Empfehlung mit ca. 38% sogar überfüllt. Insbesondere mit den 12 neuen Plätzen in dem damals eher unausgelasteten Kindergarten in Hohl glaubte der Markt Mömbris, einen ausreichenden Puffer geschaffen zu haben, und wähnte sich auf der sicheren Seite.

Zudem gibt es aktuell 372 bedarfsanerkannte Plätze für durchschnittlich 280 drei- bis sechsjährige Kinder im Markt Mömbris. Kindergärten ohne reine Krippengruppen (z. B. Dörnsteinbach, Königshofen, Niedersteinbach), aber auch diejenigen mit Krippengruppen können daher auch Kinder unter 3 durch Altersöffnung in sog. Familiengruppen aufnehmen, soweit dies möglich und pädagogisch vertretbar ist. Dieses System konnte die Nachfrage für die Betreuung der Krippenkinder bis jetzt decken, jedoch kommt es bei aktuell 96 Krippenkindern (was einer Betreuungsquote von 53% entspricht) zum kommenden Kindergartenjahr an seine Grenzen.

Da Krippenkinder unter 3 Jahren in der Buchungssystematik gegenüber einem Regelkind (3-6 Jahre) doppelt zählen und auch bei den Regelkindern immer längere Buchungszeiten von bis zu 8 bis 9 Stunden täglich feststellbar sind, wurde das Überangebot bei den Kindergartenkindern immer mehr aufgebraucht. Zum neuen Kindergartenjahr stehen im Markt Mömbris zwar insgesamt noch genügend Kindergartenplätze zur Verfügung, jedoch gibt es in einzelnen Ortsteilen -vor allem bei den beiden Mömbriser Kindergärten St. Cyriakus und Sausewind- bereits Wartelisten auch bei den Regelkindern.

Somit führten immer frühere und längere Betreuungswünsche bei den Unterdreijährigen (aber auch bei den Regelkindern) zu dem jetzigen Engpass. Hinzu kommt, dass dieser Bedarf oft sehr kurzfristig entsteht. Eltern entscheiden oftmals innerhalb weniger Wochen/Monate, ob sie ihr Kind in einer Kindertageseinrichtung betreuen lassen wollen. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass die Entwicklung von Kindern insbesondere unter drei Jahren nicht immer in dem Maße von den Eltern selbst vorhersehbar und planbar ist. Auch ist eine Fremdbetreuung in einer Einrichtung außerhalb der Familie und deren gesellschaftliche Akzeptanz nicht mehr die Ausnahme, sondern binnen weniger Jahre immer mehr zur Normalität geworden. Daneben fordern je nach Arbeitsmarktlage Arbeitgeber oftmals sehr kurzfristige Rückkehrentscheidungen, wenn z.B. dringender Arbeitskräftebedarf besteht. Zudem streben immer mehr Eltern aus anderen beruflichen oder ökonomischen Gründen einen schnellen Wiedereinstieg in den Beruf während oder direkt nach der Elternzeit an.

Zu dieser Kurzfristigkeit im Gegensatz steht die Problematik, dass ein Krippenneubau von Beginn der Standortsuche an, über Planung und Genehmigung der Mittel bis zur Fertigstellung in der Regel 18 bis 24 Monate benötigt. Der Markt Mömbris wird den Veränderungen bei der Betreuungsnachfrage mit folgenden Maßnahmen begegnen:

In Niedersteinbach soll der vorhandene Kindergarten durch einen Neubau ersetzt werden. Die bestehenden 2 Kindergartengruppen sollen durch eine neue Krippengruppe für 12 Kinder ergänzt werden. Nach aktuellem Stand soll in der Sitzung des Marktgemeinderates am 25.6.19 die endgültige Planung verabschiedet und der Aus- und Durchführungsbeschluss gefasst werden, so dass direkt im Anschluss die entsprechenden Bau- und Förderanträge gestellt werden können. Ob noch im Spätherbst mit den eigentlichen Bautätigkeiten begonnen werden kann, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie z. B. dem Eingang der Baugenehmigung, Erhalt der Förderzusage und letztendlich auch der Witterung. Spätestens Anfang des nächsten Jahres ist aber mit dem Spatenstich zu rechnen.

Daneben sehen die Planungen am Standort Strötzbach (Halle des ehemaligen Vereins TV Strötzbach) einen neuen Kindergarten unter der Trägerschaft der Lebenshilfe Aschaffenburg e. V. vor. Hier sollen durch Umbau der Halle ein Kindergarten mit einer integrativen Krippengruppe mit 12 weiteren neuen Kinderkrippenplätzen, aber auch 2 Regelkindergruppen entstehen. Mit dem Bau des neuen Kindergartens Strötzbach kann erstmals auch dem Gedanken der Integration in einer speziell hierfür geplanten Einrichtung entsprochen werden. Das Landratsamt Aschaffenburg hat sich offen gezeigt, eine Zwischenlösung in Form von Containern zu genehmigen, um bereits relativ kurzfristig mit dem Kindergartenbetrieb beginnen zu können. Der Bauantrag hierfür ist bereits eingereicht. Es steht zwar noch nicht fest, ab wann die ersten Kinder aufgenommen werden können, jedoch sind alle Beteiligten bestrebt, dass dies eventuell Anfang 2020 möglich sein wird.

Der Markt Mömbris ist bestrebt, in den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit, ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot im vorschulischen, aber auch schulbegleitenden Bereich zu gewährleisten. Damit soll den veränderten sozioökonomischen Strukturen und damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entsprochen werden. Nicht zuletzt will der Markt Mömbris durch die Bereitstellung entsprechender Betreuungsangebote auch zur Attraktivität als Wohnstandort beitragen.


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